Demero

Die Demero leben hauptsächlich im Grenzgebiet von Valeka, Lavien und Kalarien, und stellen auch die Mehrheit im Stadtstaat Dilnaya. Auch in den anderen Gegenden der Insel leben Demero, jedoch nur vereinzelt. Das Bewusstsein, ein Volk zu sein, ist bei den Demero stark ausgeprägt, besonders die lavischen Demero zögen allgemein vor, einen eigenen Staat zu gründen.

Demero legen großen Wert auf Verwandtschaft und korrekte Namenslinien. Ebenso unterscheiden Demero streng zwischen mehreren Höflichkeitsebenen, die mit Sprache, Kleidung und Gestik ausgedrückt werden und deren Verletzung meist als Affront gewertet wird.

Der Umgang der Demero mit Geschlechtlichkeit und Fortpflanzung ist eher locker, ist aber dennoch in die Höflichkeitsebenen eingebunden. Die lebenslange Bindung gilt als erstrebenswert, wird aber auch als ungewöhnlich betrachtet. Trennungen sind alltäglich und nicht stigmatisiert.

Mode

Demerische Kleidung unterscheidet deutlich zwischen Männern und Frauen. Während Männer Strümpfe und knielange Hemden mit einem breiten Gürtel sowie gegebenenfalls Umhänge tragen, kleiden sich Frauen in knöchellange, ärmellose Unterkleider mit einem steifen, fast korsettartigen Gürtel sowie sehr kurze Jacken, die durch angeknöpfte weitere Teile zu Mänteln erweitert werden können.

Standesunterschiede werden, wenn überhaupt, nur an der Qualität der Stoffe festgemacht, gelten aber als unwichtig.

Demero tragen ihre Haare allgemein kurz, maximal kinnlang. Bei Demero-Frauen gelten zusammengewachsene Augenbrauen als Schönheitsideal, entsprechend werden sie meist nachgezeichnet.

Brauchtum und Feste

Die wichtigsten jährlichen Feste der Demero sind die Nebeltage, der Sonnenzenit und das Erntefest.

Die Nebeltage

Wenngleich der Name der Nebeltage von den Kevalia aus der Gegend um den See Ivene rührt, wird der Jahreswechsel von Demero ebenso genannt und recht ähnlich, aber nicht gleich gefeiert. Dreizehn Gongschläge, sieben im alten und sieben im neuen Jahr, und ein Feuer aus aufgeschichtetem Holz, in dem Zettel mit Wünschen und Hoffnungen verbrannt werden.

Um die Feuer wird getanzt, gegessen und gesungen. Trommler laufen durch die Straßen, um die Nebelgeister zu vertreiben, an die viele Demero noch immer glauben.

Der Sonnenzenit

Zum jährlichen Sonnenhöchststand rufen die Demero in großen Straßenfesten die Seelen der Verstorbenen an, die nach ihrem Glauben an der Freude und den Genüssen der Feiernden teilhaben können. Durch diese Teilhabe soll die Einsamkeit der Seelen bis zu deren Rückkehr zur Inselseele gelindert werden.

Das Erntefest

Diese Feier findet nicht jedes Jahr am selben Kalendertag statt, sondern wird stets nach dem Ende der Ernte gefeiert. Somit ist das Erntefest vom Wetter und auch dem Arbeitseifer der Erntenden abhängig.

Beim Erntefest wird reichlich gegessen und getrunken, bis tief in die Nacht und oft auch deutlich in den nächsten Tag.

Zuletzt geändert am 11.5.2016 20:08
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