Weißzunge

Die Weißzunge wächst an Wüstenrändern und in Steppen. Ihr einzelnes rundes gelbgrünes Blatt folgt dem Untergrund, hat aber stets eine an einen flachen Trichter erinnernde Form, um Tauwasser und den seltenen Regen samt dem nährstoffreichen Staub in die Wurzel zu leiten.

Die Wurzel hat eine sehr harte, aber dehnbare Schale. Der Inhalt ist in trockenen Zeiten mehlig, nach einem Regen breiig, typischerweise aber fest und sondert auf Druck eine weiße, schmierige Flüssigkeit ab. Die Wüstenvölker schneiden die Wurzel an und pressen sie aus, wenn sie ansonsten kein Wasser haben, auch wenn die Wurzelflüssigkeit Haut und Schleimhaut für mehrere Stunden bis manchmal Tage weiß färbt und sehr bitter schmeckt.

Die Angehörigen der in Westlavien berüchtigten Sekte der Traumlebenden färben ihren gesamten Körper aus religiösen Gründen mit dem Saft der Weißzunge deckend weiß.

Zuletzt geändert am 29.9.2015 10:36
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