Name und Zeichen der Art
Santen Zeichen
Santen
Größe3 el 2 hb
Lebenserwartung110 Jahre
Dauer einer Schwangerschaft380 Tage
Fruchtbare Zeitvariabel

Santen

Die Santen sind die einzige verwandelbare Art der Insel, die über Kiemen verfügt, die Kiemenöffnungen sind dabei oberhalb und unterhalb der Schulterblätter. Da sie ebenfalls Nase, Luftröhre und Lunge besitzen, können sie auch uneingeschränkt an Land leben.

Santen sind komplett haarlos und wirken allgemein etwas mollig, da sie durch eine Fettschicht unter der hellblauen, individuell grünlich gepunkteten Haut gut vor Kälte geschützt sind. Sie haben weder Finger- noch Fußnägel, die Zehen sind meist völlig miteinander verwachsen, nur gelegentlich steht die große Zehe alleine. Der Hinterkopf eines Santen ist sehr rund und die Ohren sind als schmaler Schlitz kaum sichtbar, jedoch an den Gesichtszügen selbst ist nichts Ungewöhnliches zu sehen. Die Augen eines Santen sind stets hellblau und haben eine runde Pupille, die an Land jedoch meist nur ein kleiner Punkt ist. Die Lippen sowie das Innere von Mund und Nase sind geringfügig dunkler als die Haut, auch das Blut ist blau.

Ein Santen hat je zwei Armflossen, deren Flossensehnen knapp unterhalb des Ellbogens an der Außenseite des Armes entspringen. Dabei hat die hintere Flosse drei Sehnen und zwei Flossenhäute, die vordere zwei Sehnen und eine Flossenhaut. Die Armflossen reichen, wenn sie an den Körper angelegt sind, bis fast zu den Füßen. Ein Santen hat weiters je eine Beinflosse, deren Flossensehnen knapp unterhalb des Knies an der Vorderseite des Beins entspringen, diese Flossen haben jeweils zwei Sehnen und eine Flossenhaut und reichen, wenn sie an den Körper angelegt sind, bis zur Mitte des Bauches.

Die Hauptflosse eines Santen entspringt unterhalb des Rückens auf voller Breite des Körpers, wird nach unten sogar bis zu doppelt so breit und reicht typischerweise bis zum Boden, wenn der Santen auf den Zehenspitzen steht und die Flosse lose hängen lässt. Diese Flosse hat vier Flossensehnen, die in zwei Bündeln entspringen und drei Flossenhäute aufspannen. Die beiden äußeren Flossensehnen sind dabei nur etwa halb so lang wie der innere Teil der Hauptflosse.

Für das Leben an Land sind vor allem die Beinflossen störend. Zwar können sie leicht seitlich weggestreckt werden, und werden das auch meist, doch Wintermäntel oder lange Röcke erfordern, dass die Flossensehnen unter einem Hüftgurt fixiert werden. Derart fixierte Flossen allerdings verhindern eine starke Beugung der Knie und damit beispielsweise das schnelle Laufen oder das Sitzen. Dazu kommt noch, dass Santen, die erstmals an Land kommen, eine wenig entwickelte Beinmuskulatur haben und somit erst mühsam laufen lernen müssen.

Unter Wasser hingegen bewegen sich Santen agil und geschickt, die Arm- und Beinflossen dienen hierbei der Lagekontrolle und kleiner oder langsamer Bewegungen, während die Hauptflosse nahezu ausschließlich der Vorwärtsbewegung dient.

Santen verfügen über einen sehr feinen Richtungssinn, können hingegen nicht sehr gut riechen und schmecken. Während sie im tiefen Wasser bei spärlichem Licht sehr gut sehen, ist es ihnen an Land häufig zu hell.

Fortpflanzung

Santen haben zwei Geschlechter, weiblich und männlich. Im allgemeinen Körperbau unterscheiden sich die Geschlechter wenig, allenfalls sind Männer etwas kräftiger gebaut, jedoch nicht größer, und haben meist eine etwas breitere Hauptflosse. Frauen haben schwach ausgeprägte Brüste, die unter Wasser fast gar nicht auffallen, erst an Land unter deutlich geringerem Umgebungsdruck treten sie sichtbar hervor. Die Fortpflanzungsorgane sind bei beiden Geschlechtern in einer Hautfalte verborgen.

Während die Männer immer fruchtbar sind, folgen die Frauen einem unregelmäßigen Zyklus. Eine Santen spürt durch eine tastbare Verhärtung in ihrem Oberbauch, wenn sie zum Eisprung bereit ist, und kann dann durch die Aufnahme des männlichen Botenstoffes auf beliebige Weise den Eisprung auslösen, den sie, durch einen kurzen reißenden Schmerz, ebenfalls spürt. Danach allerdings findet vier bis fünf Monate lang kein weiterer Eisprung statt.

Wenn eine Befruchtung stattfindet beginnt die durchschnittlich 360 Tage dauernde Schwangerschaft. Eine Schwangere ist weniger stromlinienförmig und somit deutlich langsamer, aber ansonsten nicht beeinträchtigt. Ein Santenkind wird ohne Hauptflosse und blind geboren, hat aber bereits Zähne. Die Nabelschnur, die das Kind im Mutterleib versorgt, mündet bei Santen zwischen den Kiemen, also am Rücken. Eine sichtbare Narbe an dieser Stelle gibt es bei Santen allerdings nicht.

Nach der Geburt wird die Nabelschnur dem Neugeborenen zu essen gegeben, um die Verdauung in Gang zu bringen. Viele Santenkinder greifen sogar selbst danach und beißen aus eigenem Antrieb hinein.

Ernährung und Ruhephasen

Neugeborene Santen werden durch die zähe Muttermilch sowie Seemoos ernährt. Erst nach einigen Jahren sind sie in der Lage, auch die Seegräser mit höherem Faseranteil zu verdauen, diese sind dann aber bis ins hohe Alter die Hauptnahrung eines Santen. Gelegentlich wird der Speiseplan durch diverses Wassergemüse, einige Fische und rotes Felsgummi ergänzt.

Santen scheiden ausschließlich Überreste in fester Form aus.

Gut genährte Santen können über mehrere Monate ohne feste Nahrung überleben, sie fallen dann in eine Hungerstarre. Ohne Wasser hingegen stirbt ein Santen bereits nach ein bis zwei Tagen.

Santen schlafen durchschnittlich 12 von 28 Stunden pro Tag. Die Schlafzeiten unter Wasser sind meist unregelmäßig, an Land passt sich der Schlafrhythmus jedoch bald an die Tages- und Nachtzeiten an.

Leben

Santen werden durchschnittlich 110 Jahre alt, die Geschlechtsreife setzt mit etwa 12 Jahren ein. Typischerweise finden sich Santen aber erst mit Mitte 30 zu festen Paaren zusammen, die sich dann auch für Kinder entscheiden.

Santenkinder können ab dem Alter von etwa 20 Tagen sehen und die Hauptflosse eines Santen ist nach zwei Jahren voll entwickelt. Mit sieben Jahren gehen Santen durch den Zahnwechsel, die Erwachsenenzähne wachsen kontinuierlich, wenn auch langsam, nach und werden ebenso kontinuierlich langsam abgerieben.

Es gibt nicht viele Krankheiten, die einem Santen wirklich gefährlich werden, die meisten Santen sterben an Altersschwäche, gelegentlich durch Unfälle oder selten eben durch Krankheiten.

Verträgliches und Unverträgliches

Santen sind immun gegen das Gift des roten Felsgummis, grüner Felsgummi verursacht allerdings innere Blutungen und häufig den Tod. Gegen die Gifte der giftigen Landpflanzen und Landtiere haben sie nichts aufzuwenden, das gilt auch für das lavische Siedekraut, an dem sich Noi häufig berauschen. Zusätzlich vertragen Santen nur sehr wenig Alkohol und sind nach wenigen Schlucken bereits betrunken.

Von den verwandelbaren Arten können nur Santen die grünen und schwarzen Seegräser verdauen und sie könnten auch an Land Gras essen und verdauen.

Erwachsene Santen sollten fettreiche Nahrung vermeiden, da ihre Verdauung nicht darauf eingestellt ist. Zuviel Fett verursacht mitunter eine Magenweitung, die sich im schlimmsten Fall zu einer lebensbedrohlichen Magenumstülpung entwickelt.

Kleine Kinder sind allerdings auf Fett angewiesen und erhalten es aus der Muttermilch. Die Milch anderer, verwandelbarer und unverwandelbarer, Arten verursacht bei Santen Verdauungsstörungen, allerdings wegen des enthaltenen Milchzuckers, den Santenmilch nicht enthält.

Verwandlung

Verwandelte Santen haben hellblaue Lippen und meist schwarze Haare. Die Haare von in Kaeriya verwandelten Santen sind wasserblau, jene von in Marcoova verwandelten Santen blauviolett.

In Marcoova verwandelte Santen zeigen das typische Stirnmuster der Marcoova in blaugrüner Farbe. Wenn sich Santen in Niatva verwandeln, sind die Augenlinien, Rückenlinien und die Bauchlinie hellblau. Das unregelmäßige Hautmuster der Kaeriya ist bei verwandelten Santen hellblau, die Haut hellgrau.

In Lazatha verwandelte Santen haben eine hellblaue Nasenspitze.

Zuletzt geändert am 5.2.2016 20:45
Valid XHTML 1.1 Valid CSS!